Herzlichen Glückwunsch Geocaching!

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Am 2. May 2000, etwa um Mitternacht Eastern Standard Time, wurde der große blaue Schalter* umgelegt, der die absichtliche Reduzierung der Genauigkeit (“Selective Availability“) kontrollierte. Mit anderen Worten, GPS-Empfänger über all auf der Welt wurden schlagartig fähig, Tupperware im Wald zu finden!

Am nächsten Tag entschloss sich der GPS-Enthusiast Dave Ulmer, diese neue Leistungsfähigkeit auszuprobieren. Die Idee war einfach: Dose im Wald verstecken und Koordinaten mit einem GPS-Gerät notieren. Innerhalb von drei Tagen wurde der allererste Geocache gefunden. Wer hätte gedacht, dass eines Tages 2,8 Millionen Dosen in über 180 Ländern versteckt wären?

So also begann Geocaching. Lerne mehr über die Geschichte von Geocaching auf dem Geocaching-Blog. Und dann geh nach draußen und feiere den Geburtstag von Geocaching indem Du einen Geocache findest!

Suche nach Geocaches

*Es gibt keinen großen blauen Schalter… soweit wir wissen.

(Quelle: The Official Blog of Geocaching)

Geocaching mit der Apple Watch

Es gibt es die dazugehörige App für die Apple Watch von Groundspeak!
Auf der Uhr seht ihr nach dem Download das Geocaching-Logo. Auf dem iPhone wird die App Geocaching-Intro installiert. Man hat auf dem iPhone keine sonderlichen Neuheiten, dennoch ist die App etwas mehr aufgeräumter als die App die man bisher kannte.
Auf der AppleWatch seht Ihr dann eine Liste mit den angebotenen Geocaches in Eurer Nähe wo man sich einen aussuchen kann.
Sucht man sich einen aus, dann kann man die Beschreibung lesen und weiter unten sieht man dann auch die Logs der Cacher, die vor einem da waren. Drückt man länger auf das Display der Uhr, dann bekommt man 4 Buttons angezeigt. Navigate, Hint, Log und Photo. Am besten gefällt mir der Kompass, da man nichts mehr in den Händen halten muss sondern genau diesen am Handgelenkt trägt. Wenn man weiter nach rechts wischt, dann sieht man eine Landkarte sowie danach den Button Log, wo man dementsprechend den Geocache loggen kann. Kurz und gut ein muss für Geocacher mit der Apple Watch.

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Geocaching für Anfänger. 10 Tipps für Dein erstes Geocaching Abenteuer

Caches, Rätsel und Koordinaten, Geocoins oder Trackbugs – hört sich nach Abenteuer an? Was meinst du?

Du hast keine Ahnung wie Geocaching funktioniert? Dich verunsichert der Gedanke einem GPS Gerät zu vertrauen? Kein Grund zur Sorge! Wenn du die richtigen Vorkehrungen triffst, steht einer aufregenden Schatzsuche nichts mehr im Wege. Leider konnte ich selbst noch kein Geocaching Abenteuer durchstehen und bin umso neugieriger auf deine Erlebnisse.

Wir haben für Euch die hilfreichsten Tipps zusammengetragen – damit das erste Geocaching Abenteuer spannend bleibt und nicht als langweiliger Abstecher in den Wäldern endet!

Tipp 1: Was zum Teufel ist ein Cache?
Um klarerweise nach einem Cache zu suchen, muss man zuerst wissen was ein Cache ist. Ein Cache ist ein wasserdichter Behälter der Rätsel, Tauschgegenstände und ein Logbuch beinhaltet.

Tipp 2: Tauschen ist nicht Pflicht
Die versteckten Gegenstände die sich im Cache befinden, sollen in erster Linie ein Ansporn für den Abenteurer sein. Spannender wird das Abenteuer durch den Einsatz von verschiedenen Geocoins aus Hartplastik, Trackbugs aus Metall oder selbst gebastelten Gegenständen.

Tipp 3: Tauschgegenstand ist nicht gleich Tauschgegenstand
Es gibt auch Nicht-Tauschgegenstände so genannte Trackables. Die kannst du von Cache zu Cache transportieren und nur der Reiseweg wird auf einer Website dokumentiert.

Tipp 4: Geocaching Gebote
Du sollst nichts aus dem Cache nehmen, bevor du nicht selbst einen Gegenstand hineingelegt hast. Du sollst keine Eigenwerbung betreiben. Du sollst dich ins Logbuch und später ins digitale Logbuch eintragen.

Tipp 5: Wie funktioniert eigentlich Geocaching?
Auf der Groundspeak Geocaching Homepage kannst du dir eine Broschüre herunterladen, die alle Schritte des Geocachings beinhaltet. Auch Youtube Videos verschaffen dir einen Einblick in die Welt des Geocachings.

Tipp 6: Digitale Fußabdrücke
Um Caches zu finden brauchst du Koordinaten die du in deinen GPS Empfänger oder in dein Smartphone eintippst. Caches findest du zum Beispiel auf der Groundspeak Geocaching Homepage oder auf der Cachemap von Geocaching Data Austria. Dort kannst du dich kostenlos anmelden und nach Caches in deiner Umgebung suchen.

Tipp 7: Auf dein Handy kommt es an
Lade dir für dein iPhone den Groundspeak Geocaching App (leider kostenpflichtig) herunter oder für dein Android Handy den Geocacher Organizer App aus dem Android Market. Stay connected! Mit dem Geocaching Schnack bleibst du garantiert informiert.

Tipp 8: Zu zweit ist man weniger allein!
Du möchtest nicht alleine auf Schatzsuche gehen? Dann suche dir auf Facebook Geocaching Gruppen und Fanpages, dort werden auch Geocaching Treffen und Stammtische gepostet.

Tipp 9: Sicherheit geht vor
Zu einem Geocaching Abenteuer gehört auch die richtige Ausrüstung. Vor allem was die Kleidung betrifft – sollte man vielleicht auf das vorhandene Wanderoutfit zurückgreifen. Falls dich das GPS Gerät im Stich lässt, nimm dir zur Sicherheit eine aktuelle Wanderkarte mit.

Tipp 10: Do it yourself!
Erfreulicherweise ist Geocaching – wenn das Wetter mitspielt – nur von deiner Handyleistung oder dem Empfang abhängig. Im Grunde kannst du überall auf der Welt nach Caches suchen und das auch im Urlaub.

Multicaches in Brühl

Heute möchte wir Euch die Multicaches in unserer schönen Schloss-Stadt Brühl vorstellen. Viele davon haben wir selber schon gesucht und auch gefunden.
An den anderen wird noch fleissig ge- und enträtselt.

Es sind schöne und auch informative „Wanderungen“ und lohnen sich für groß und klein…..

multi-cacheStand vom 05.04.2016 und deaktivierte „Multi`s sind nicht aufgelistet

April April

Pünktlich zum 1. April wurde diese Cache-Runde veröffentlicht und jeder der sie findet darf loggen 🙂

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Diese sollten angeblich vom Headquater kommen und bestanden aus
65 Geocaches der verschiedensten Regionen.
Da hat sich jemand extra viel Mühe gemacht, um uns Cacher in den April zu schicken.
Nett gemachte Idee, verfälscht zwar die Statistik, aber so was ist einmalig und sehenswert………..
April April

Regeln für ein naturschutzverträgliches Geocaching

Geocaching, eine Mischung aus Geländespiel, Stadt-Rallye und Schatzsuche, hat sich in den letzten Jahren zu einem bei allen Altersgruppen beliebten Hobby entwickelt.

Als Methode sind Geocaching und seine betreute Variante, die GPS-Bildungsrouten, sowohl für die Kinder- und Jugendarbeit als auch für die Vermittlung von Umwelt- und Naturschutzthemen geeignet. Denn hierbei wird Geocaching als Instrument eingesetzt, um junge Menschen nach draußen in die Natur zu locken, für Themen des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes zu sensibilisieren und zu einer weitergehenden Beschäftigung mit dem Themenbereich zu motivieren.

Dabei sind jedoch Konflikte mit dem Naturschutz möglich. Um diese zu vermeiden ist die Einhaltung nachfolgender, Geocaching Regeln erforderlich:

* Generell gilt, dass man zum Schutze von Flora und Fauna nur Wege oder zumindest ihre Nahbereiche nutzen sollte.

* Schutzgebiete wie bspw. Naturschutzgebiete, Naturdenkmäler oder Nationalparks sind wertvolle Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen, in welchen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen werden dürfen. Caches werden hier daher ausschließlich auf oder unmittelbar am Weg platziert!

* Achtung auch bei gesetzlich geschützten Biotoptypen wie Gewässerufern, Mooren, Heiden, Magerwiesen und –weiden, Trocken- und Halbtrockenrasen, Dünen, Quellbereichen, Nass- und Feuchtgrünland, Bruch- und Sumpfwäldern, Auwäldern, Schluchtwäldern, Felsen, Höhlen und Stollen, Schutt- und Geröllhalden, die oft nicht im Gelände kenntlich gemacht sind: Hier ist Suchen und Verstecken abseits ausgewiesener Wege natürlich absolut tabu!

* Baum-, Fels- und Erdhöhlen sowie Nistkästen sind gute Verstecke – aber als Ruhe- und Fortpflanzungsstätten für teilweise bedrohte Tierarten kommen sie zum Geocachen nicht in Frage.

* Das Vergraben von Behältern aus nicht natürlichen Stoffen wie z.B. Dosen ist gegen die allgemeinen Geocaching-Spielregeln.

* Potenziell gefährliche Stoffe, Lebensmittel und stark riechende Gegenstände gehören generell nicht ins Cache.

* Alle Orte, die gefährlich sind, sind logischerweise vom Geocachen ausgeschlossen. Dazu zählen u.a. stillgelegte Industrieanlagen, Gleisanlagen, Schleusen, Autobahnen, Flughäfen, Schießanlagen oder explosions- bzw. einsturzgefährdete Gebäude. Geocaches müssen frei zugänglich und legal erreichbar sein. Privatgrundstücke oder Orte, bei denen erst Eintritt bezahlt werden muss, scheiden also auch aus.

* Da viele Geocacher/innen minderjährig sind, weisen die allgemeinen Geocachin-Regeln auch auf das Verbot von Artikeln ohne Jugendfreigabe hin, u. a. Alkohol, Tabak, Waffen.

* Im Interesse der Natur und Erholungssuchenden ist ruhiges Verhalten angesagt.
Mitgeführte Hunde sind anzuleinen.

* GeocacherInnen hüten sich insbesondere vor „Muggeln“ (Unbeteiligten) und davor, diese auf Verstecke oder eine Geocaching-Route aufmerksam zu machen.

Wenn sich jeder daran hält oder sich halten würde, dann ist und bleibt Geocaching für alle ein schönes, informatives und naturverbundenes Hobbie das uns allen noch viele Jahre gemeinsamen Spaß bereiten wird.

Die Geschichte und Reise unseres TB-Signal Soft PVC Tag

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Am 01.07.2012 war es so weit und wir schickten unseren ersten TB auf große Reise. Ausgesetzt im TB Hotel Bonprix wurde er am 21.07.2012 von Rose Red 11 liebevoll aufgenommen um ihn in der Nähe des Flughafens wieder auszusetzen.
Von nun an ging es weiter hinaus um neue Abenteuer und Länder kennen zu lernen.

31.12.2012 – Zuid-Holland, Netherlands
28.07.2013 – Utrecht, Netherlands
14.09.2013 – Noord-Holland, Netherlands
18.12.2013 – Luxembourg
19.12.2013 – Northeast England, United Kingdom
30.12.2013 – Indiana
20.01.2014 – Louisiana
23.01.2014 – Arkansas
05.02.2014 – Texas
22.02.2014 – Iowa
10.03.2014 – Illinois
Dies sind nur einige Stationen auf seiner weiten Reise.
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Am 12.04.2014 am Michigan
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Reiserouten unseres TB-Signal Soft PVC Tag

Bis heute (03.04.2016) hat er 28205.9km zurückgelegt und befindet sich zur Zeit in Kentucky, einem Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Weiterhin gute Reise und Danke an alle, die ihn so liebevoll aufgenommen und begleitet haben…

Geocaching in der Eifel 20.03.2016

Und wieder ging es in unsere schöne Eifel zum wandern und natürlich auch zum „cachen“
Erste Station war der Ort Vussem und die Besichtigung der Rekonstruktion eines römischen Aquäduktes in dessen Nähe der erste „Cache“ gsucht und gefunden wurde.
Im Anschluss ging es weiter zu den Kakushöhlen in Dreimühlen. Auch hier 3 „Caches“ gesucht, gefunden und geloggt.
Auch bei leichtem Nieselregen und nur 3°C war es wieder ein schöner Tag in der Eifel…..

Egal bei welchem Wetter, ein Ausflug in die Eifel lohnt sich immer.
Wanderstrecke: 6,7 Km
Geocaches: 4

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Geocaching mit Kindern: bei Familien äußerst beliebt

Die gute alte Schnitzeljagd ist zurück: Doch sind die Zeiten der Kreidepfeile oder Holzschnitzel auf Straßen und Wegen definitiv vorbei. Nun wird, um fündig zu werden, statt einer Schatzkarte zur Orientierung ein GPS-Gerät und Satelliten-Navigation eingesetzt. Geocaching nennt sich dieses trendige Outdoor-Hobby, das in unzähligen Varianten und Schwierigkeitsstufen gespielt werden kann und auch bei Familien und vor allem bei Kindern sehr gefragt ist. Doch wie funktioniert diese moderne Schatzsuche und was macht sie gerade für die Jüngeren so reizvoll?

Was vor etwa zehn Jahren in den USA als Idee begann, ist heute eine weltweite Bewegung, die begeisterte „Schatzsucher“ in ihren Bann zieht. Da gibt es sowohl einfache Verstecke wie etwa unter einer Baumwurzel im benachbarten Park oder höchst anspruchsvolle und unzugängliche, die beispielsweise fünf Meter tief in der Ostsee liegen oder auf 7000 Meter Höhe im Himalaya. Allein in Deutschland existieren mittlerweile über 44.000 „Caches“ (englisch: Schätze, geheime Lager), die häufig jahrelang immer wieder aufgesucht werden und von denen die meisten im Umkreis der Ballungsräume liegen.

Der „Owner“ versteckt beim Geocaching die Caches und gibt Koordinaten vor

Und so funktioniert das Prinzip: Ein sogenannter „Owner“, der Initiator und Besitzer eines bestimmten Geocaches, versteckt ohne Zuhilfenahme von Spaten oder Schippen irgendwo in der Landschaft eine wiederverschließbare, wasserdichte Dose gefüllt mit unverderblichem, ungefährlichem Krimskrams und ein Logbuch. Diesen „geheimen“ Ort – es kann beispielsweise unter Steinen, in einem hohlen Baum oder im dichten Gestrüpp sein – stellt der „Owner“ dann in Form von geographischen Koordinaten sowie Angaben über geschätzte Dauer der Suche, Geländestrukturen, Zwischenstationen und Schwierigkeitsgrad des Caches ins Internet.

Mit dem GPS eines Smartphones oder einem wetterfesten, robusten GPS-Gerät machen sich dann Sucher auf den Weg. Wer erfolgreich das Zielobjekt per Satellit aufgespürt hat, trägt sich als Finder in das beiliegende Logbuch ein, kann sich auch etwas vom Schatz mitnehmen, muss dann aber allerdings etwas Gleichwertiges hineinlegen. Deshalb sollte man immer kleine Tauschgegenstände zum Auffüllen dabei haben. Abschließend muss die Box wieder an derselben Stelle für die nächsten Schatzsucher verstaut werden. Wer kein eigenes GPS besitzt oder nicht viel investieren möchte, kann sich beispielsweise als Alternative bei zahlreichen Online-Anbietern für eine bestimmte Zeit Geräte ausleihen. Gute GPS-Geräte gibt es ansonsten schon ab etwa 80 Euro.

Die Geocache-Datenbanken sind auch für Kinder geeignet

Veröffentlicht werden viele Geocaches entweder bei www.geocaching.de oder bei www.opencaching.de. Hier ist der Account bei der Datenbank kostenlos und erfordert nur die Angabe einer gültigen Emailadresse. Zur reinen Suche ist eine Registrierung nicht erforderlich, nur zur Eintragung von Funden und eigenen Verstecken. Da die beiden genannten Seiten von der gemeinnützig anerkannten Deutschen Wanderjugend und durch Spenden finanziert werden, sind sie frei von kommerziellen Interessen und deshalb auch für Kinder gut nutzbar.

Geocaching mit Kindern muss nicht immer geplant sein

Nicht immer ist es nötig das „Cachen“ langfristig zu planen. Auch spontan kann man etwa einen Waldspaziergang „vor der eigenen Haustür“ mit der ganzen Familien zum „Geocache-Ausflug“ umfunktionieren: Dazu reicht meist das mitgenommene Smartphone aus, auf dem aber eine entsprechende GPS-Software für Geocache gespeichert sein muss. Solche Programme kann man sich entweder kostenlos oder für wenige Euro herunterladen. Hiermit ist es dann möglich den eigenen Standort sofort zu lokalisieren und gleichzeitig im Umkreis liegende „Geocaches“, die als Punkte auf der digitalen Karte markiert sind, zu sehen. Meist ist dann die Auswahl, vor allem in der Nähe von Städten, auf engstem Raum so groß, dass man mehr als ein Ziel anvisieren könnte. Hat man bei solchen spontan beschlossenen Geocaches keine Tauschobjekte dabei, sollte auch auf das Öffnen der Schatzdose verzichtet werden.

Wann können Kinder mit Geocaching beginnen?

Eigentlich können schon Vorschulkinder und Grundschüler bei der GPS-Schatzsuche aktiv mitmachen. Das gehe allerdings nur in Begleitung von Eltern oder von größeren Kindern im Teenager-Alter, erklärt der Geschäftsführer der Deutschen Wanderjugend Jörg Bertram. „Die Großen bedienen dann das GPS-Gerät und die Kleinen haben schon ihren Spaß beim gemeinsamen Suchen mit Papa, Mama, den Geschwistern oder Freunden.“ Sind die Kinder schon etwas älter, sollten sich die Begleiter dezent im Hintergrund halten, empfiehlt der Wanderspezialist: „Dann kann man die Navigation zwar im Auge behalten, sollte aber darauf achten, dass die Kinder so selbstständig wie möglich die Detektivarbeit bewältigen und schließlich das Erfolgserlebnis haben.“ Dabei sei es entscheidend, dass alles wie am Schnürchen klappt, weiß Jörg Bertram. Denn Kinder seien bei wiederholtem Misserfolg schnell frustriert und enttäuscht und dann springe der „Geocaching-Funke“ nicht mehr über.

Teenager können sich alleine auf die „Schatzjagd“ begeben

Ab einem Alter von etwa zwölf Jahren könnten Kinder auch ohne ihre Eltern „cachen“- vorausgesetzt sie beherrschen das GPS-Gerät und die Tour ist in der näheren Umgebung. Doch, so der Geschäftsführer der Wanderjugend, dürften die Jugendlichen trotzdem nie alleine unterwegs sein – am besten mindestens zu dritt oder zu viert. „Es ist dabei wichtig, dass die Eltern die Route kennen und vorher geprüft haben, ob der von den Kindern ausgesuchte „Cache“ auch tatsächlich geeignet ist und beispielsweise keine viel befahrenen Straßen überquert werden müssen.“

Falls doch mal etwas schief geht und die Kids sich trotz Navigation beispielsweise verlaufen haben oder sich jemand verletzt hat, sollte beim „Cachen“ immer ein Handy griffbereit sein. Daran braucht man aber nur dann zu denken, wenn man sich mit einem GPS-Gerät und nicht mit einem Mobiltelefon orientiert. Als Zusatzausrüstung ist es auch unbedingt nötig, ausreichend Getränke dabei zu haben. Eine gute Landkarte als alternative Orientierung kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

„Kinder-Caches“ haben eine spezielle Kennzeichnung

Um schnell zu überblicken, welche „Geocaches“ tatsächlich „kindgerecht“ sind, kennzeichnet etwa „opencaching“ die aufgelisteten Schatztouren mit einem „Kind-Piktogramm“. Hier kann man sicher davon ausgehen, dass das Such-Gelände nicht zu schwierig, die Länge der Strecke überschaubar und die gestellten Aufgaben auf den möglichen Zwischenstationen nicht zu anspruchsvoll sind. Manchmal kann man aber auch schon an den phantasievollen Namen die Zielgruppe der Touren erkennen: So gibt es beispielsweise in Baden-Württemberg den Cache „Im Märchenwald“ oder im Sauerland „Dinomädchen Maja“ und „Auf nach Schlumpfhausen“.

Familienspaß Geocaching: „Wir sind alle begeistert und infiziert“

Wie schnell das Geocache-Fieber ausbrechen kann, erzählen viele Eltern, die sich in Foren über das trendige Hobby austauschen: „Wir haben vor einer Woche angefangen mit den Kids – gleich mit einer fünfstündigen Tour“, schreibt ein Vater, „es hat super geklappt. Wir sind alle begeistert und infiziert. Früher haben wir oft überlegt, was wir am Wochenende machen sollen. Jetzt haben wir ein abenteuerliches und geheimnisvolles Ziel mit vielen interessanten Aufgabenstellungen dazwischen.“ Und eine Mutter meint: „Seit kurzem haben wir erst das Navi-Gerät und mein dreieinhalb-jähriger Sohnemann liebt es mit Papa auf Schatzsuche zu gehen – egal bei welchem Wetter. Er ist ganz verrückt danach.“

Eltern, die bei der Planung auf Nummer sicher gehen wollen, sollten auch immer die „Cache Logs“ am Ende der Tour-Beschreibungen lesen. Findet man dort zahlreiche negative Aussagen und Bewertungen oder nur noch veraltete Einträge, die schon Monate her sind, lässt man besser die Finger davon.

Geocaching als Event für Kindergeburtstage

Um eine Geburtstagsfeier für Kinder zu gestalten, ist Geo-Caching ebenfalls ideal“, meint Jörg Bertram. „Hier ist es aber empfehlenswert, dass die Eltern einen eigenen Cache vorbereiten, diesen dann aber nicht veröffentlichen.“ Die Koordinaten für das GPS sollten also privat bleiben, rät der Geschäftsführer der Deutschen Wanderjugend weiter, denn sonst könnten andere auf die Idee kommen, gleichzeitig denselben Cache zu suchen und wenn man Pech habe, sei die Schatz-Dose dann bei Ankunft der Geburtstagsgesellschaft am Versteck leer.

„Multicaches“ machen die Suche für Kinder besonders spannend

Eine beliebte und spannende Variante bei Feiern für Kinder ab etwa zehn Jahren sind beispielsweise „Multicaches“. Hier gibt es nicht nur Start und Ziel mit einem finalen Versteck samt Überraschungspräsenten, sondern gleich mehrere geographische Anhaltspunkte. Dabei programmiert zu Anfang am besten ein Erwachsener die Koordinaten des ersten Standortes in ein GPS-Gerät. Dies wird dann den Kids ausgehändigt, bis sie den Zwischenstopp gefunden haben. Hier erhalten die Sucher dann neue Koordinaten für die zweite Station. Dieses Prinzip kann man je nach Lust und Ausdauer beliebig fortsetzen. Die Angaben für den Schluss-Cache, erfährt man so immer erst am vorletzten Stopp.

Eine Kombination aus Technik, Abenteuer, Bewegung und Naturerfahrung

Warum Geocaching speziell bei Kindern so populär ist, liegt wohl an seiner Vielseitigkeit: Hier wird Bewegung in der Natur mit dem Spaß an der Lösung von kniffligen und spannenden Aufgaben kombiniert. Das Suchen ist also fast wichtiger als das Finden. Der Weg ist hier das Ziel. „Kinder lieben das Abenteuer bei Geocaching und den Reiz Unbekanntes in der Natur zu erforschen und zu entdecken“, so Jörg Bertram. „Und sie genießen es schöne überraschende Erlebnisse zu haben und das gemeinsam mit ihrem ‚Suchtrupp‘. Da ist der landschaftliche Aspekt, der uns Erwachsenen oft wichtig ist, eher Nebensache.“

Außerdem fördert das Hobby den Orientierungssinn, zielorientiertes Denken und die Kombinationsfähigkeit und erweitert nicht selten auch den Horizont. Denn viele Cache-Beschreibungen liefern interessante naturkundliche, historische oder geologische Informationen. Doch was wäre das alles ohne Technik. Gerade die Navigation durch GPS macht die „Jagd“ nach „Geocaches“ doppelt reizvoll, zumal die „Community“ ständig wächst und sich die Aktiven untereinander im entsprechenden Fach-Slang austauschen können – sei es über die Logbucheinträge in den Verstecken oder einschlägige Foren im Netz. Das macht Geocaching vor allem für Teenager besonders attraktiv.

Prominente Autoren werben für Geocaching

Um diesen Trend zu fördern, bietet die Deutsche Wanderjugend in ihren Ortsgruppen Schnupperveranstaltungen zum Thema an. Hier kann man sich unter anderem in GPS-Navigation üben oder aber an organisierten Caching-Touren teilnehmen. Zusätzlich angeschoben wird der Hype um die Schatzsuche mit Satellitenunterstützung auch durch prominente Autoren. So wirbt der Comedian Bernhard Hoecker in seinem Buch „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers“ für das faszinierende Allround-Hobby und der ehemalige Harald Schmidt-Sidekick und Wanderprofi Manuel Andrack hat jetzt sogar einen spannenden Kinder-Roman mit dem Titel „Cache! Wir finden ihn“ geschrieben, in dem zwei Kids in einem abenteuerlichen Wettlauf mit anderen „Cachern“ auf der Jagd nach einem Schatz sind. Es ist das erste Buch in Erzählform zu dem Thema, das sich explizit an Jüngere richtet und wahrscheinlich die minderjährige Fangemeinde weiter vergrößert.

Das beste Basiswissen zu dem Thema, so die Empfehlung der Deutschen Wanderjugend, vermittelt das Sachbuch „Geocaching“ von Markus Gründel (Conrad Stein Verlag, ISBN 978-3-86686-384-2), das sowohl für Kinder als auch für Erwachsenen geeignet ist und durch seine kompakte Form als praktischer Begleiter und Ratgeber gut in jeden Rucksack passt.

(Quelle: 07.03.2013, 15:24 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de)